
DVO Leitlinie Osteoporose 2014 Kurzfassung und Langfassung
10.2.2 Messverfahren
Das von der Leitliniengruppe empfohlene Standardverfahren zur Knochendichtemessung ist
-X-Ray-
Lendenwirbelsäule und am proximalen Femur (siehe Kapitel 6.1).
An der Lendenwirbelsäule wird der mittlere T-Score derjenigen Wirbel von L1-L4 ermittelt,
an denen eine auswertbare Messung möglich ist. Es müssen mindestens 2 Wirbelkörper
beurteilbar sein (1) (D). Für die in dieser Leitlinie gegebenen Empfehlungen zur Prognose
und Einleitung einer medikamentösen Therapie werden geschlechtspezifische Normkollektive
der Knochendichte zugrundegelegt.
Beeinträchtigungen der Auswertung bestehen z. B. bei Spondylophyten, vertebralen
Frakturen, degenerativen Veränderungen > Grad 2 nach Kellgren, signifikante Skoliosen und
Torsionsskoliosen sowie einer ausgeprägten Gefäßsklerose.
Am proximalen Femur sind der T-Score -
Score am Schenkelhals für die Risikobeurteilung und die Beurteilung der therapeutischen
Effizienz am besten geeignet (A-D).
Als Referenz für den proximalen Gesamtfemur und den Femurhals bei Frauen sollten nach
den Empfehlungen der ISCD von den Herstellern die T-Scores der NHANES III-Datenbasis
von 20-29-jährigen Frauen zugrunde gelegt werden (1). Die Verwendung mittlerer T-Scores
bei einer bilateralen DXA-Messung an der Hüfte ist unzureichend untersucht. In Bezug
auf die Wirbelsäule wird von der ISCD die Verwendung geräteherstellerspezifischer Daten
empfohlen. Für die Männer beziehen sich die Leitlinienempfehlungen des DVO auf
geschlechtsspezifische T-Werte.
(1) http://www.iscd.org/official-positions/2013-iscd-official-positions-adult/ 15. August 2013
10.2.3 Quantitative Ultraschallmessung und QCT-Messungen
Während die Messung der Knochendichte mit DXA zum absoluten Frakturrisiko und zur
Beurteilung der medikamentösen Risikoreduktion Aussagen macht, ist letzteres für den
Comments to this Manuals