Caple CR 9200 User Manual Page 236

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DVO Leitlinie Osteoporose 2014 Kurzfassung und Langfassung
247
(A-D). Durch den Wegfall eines oder mehrerer Risikofaktoren kann es deshalb je nach
Ausmaß des dadurch bedingten Risikos vermutlich zu einer mäßigen bis starken Reduktion
des Frakturrisikos kommen (z.B. Beendigung des Rauchens, Sturzfreiheit, Besserung der
Mobilität, Beendigung einer Therapie mit Antiepileptika, operative Sanierung eines primären
Hyperparathyreoidismus, operative Sanierung eines subklinischen Hyperkortisolismus,
Beendigung einer hormonablativen Therapie, Beendigung einer oralen
Glukokortikoidtherapie, Beendigung einer Aromatasehemmertherapie) (D). Für die einzelnen
in Kapitel 5 aufgelisteten Risikofaktoren ist das unterschiedlich gut belegt (siehe die Kapitel
5.1. bis 5.3).
Bei der überwiegenden Mehrzahl der Patienten mit einer Osteoporose liegt dagegen eine
chronische Erkrankung mit einem dauerhaft erhöhten Frakturrisiko vor.
Der frakturreduzierende Nutzen der in Kapitel 11.5. dargestellten medikamentösen Therapie
ist in randomisierten Studien nur für die Phase der aktuellen Anwendung der medikamentösen
Therapie und für einzelne Präparate für das erste Jahr nach Absetzen der Therapie belegt (1).
Für eine Therapie mit Östrogenen ist aus Kohortenstudien ein rascher Wiederanstieg der
Frakturrate nach Beendigung der Östrogentherapie belegt (B) (2).
Für die Bisphosphonate liegt eine Sondersituation vor, da einige Bisphosphonate wie
Alendronat und Zoledronat eine lange Verweildauer im Knochen haben, sich residuale
Wirkungen auf den Knochenstoffwechsel in Studien auch nach Beendigung der
Bisphosphonattherapie nachweisen bzw. vermuten lassen (3,4) und das Auftreten atypischer
Femurfrakturen bei einer Langzeittherapie mit Bisphosphonaten zuzunehmen scheint (siehe
Kapitel 11.5.4).
Die optimale Dauer einer Therapie mit Bisphosphonaten ist nicht bekannt. Nutzen und
Risiken einer kontinuierlichen Langzeitanwendung von Osteoporosetherapeutika im
Vergleich zu Therapiepausen sind insbesondere in Bezug auf Bisphosphonate unzureichend
untersucht. Es gibt auch keine durch Frakturdaten validierten individuellen
Entscheidungskriterien für die Wiederaufnahme einer Therapie nach einer Therapiepause oder
weiteren Therapieverzicht in Abhängigkeit von Veränderungen der Knochendichte, der
Knochenumbaumarker oder anderer messtechnischer oder klinischer Kriterien (D).
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